Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps
Bei Regen oder großer Hitze bieten sich die Museen der größeren Städte an. In Cagliari zeigt das archäologische Nationalmuseum die Funde der Nuragher-Kultur, darunter die Bronzefiguren und Steinstatuen. In Nuoro, dem Hauptort der Barbagia, gibt es ein Museum zur sardischen Tracht und Volkskultur sowie ein Kunstmuseum – gut geeignet, um die Region an einem Schlechtwettertag zu verstehen.
Kulinarisch stehen der Schafskäse Pecorino Sardo und der Wein Vernaccia aus der Gegend um Oristano für die Insel. Wichtig auf dem Motorrad: In Italien gilt eine Promillegrenze, für Fahranfänger sogar null Promille. Wer eine Verkostung oder ein Glas zum Essen einplant, verlegt das auf das Ende der Tagesetappe und fährt danach nicht mehr weiter.
Als Zwischenstopp abseits der Küste lohnen die Bergdörfer der Barbagia und des Landesinneren. Sie sind ruhig, oft von steilen Gassen durchzogen und geben ein realistischeres Bild des Alltags als die Ferienorte am Meer. Viele haben eine einfache Bar oder Trattoria, in der sich eine Pause und eine warme Mahlzeit machen lässt.
Beste Reisezeit, Wetter & Anreise nach Sardinien
Für eine Motorradreise sind Frühjahr und Herbst am angenehmsten. Im Frühjahr ist die Insel grün und die Temperaturen sind zum Fahren gut, im Herbst bleibt es lange mild. Der Hochsommer bringt große Hitze, besonders im Landesinneren und in Cagliari; dann sind frühe Startzeiten und längere Mittagspausen sinnvoll. Im Winter kann es in den Gebirgen der Barbagia kühl und nass werden.
Die klassische Anreise führt über die Fähre. Ab dem italienischen Festland fahren Fähren von Genua, Livorno und Civitavecchia zu den sardischen Häfen Olbia, Porto Torres und Cagliari. Die Fahrzeiten unterscheiden sich stark je nach Route und Schiff; für die Sommermonate empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, weil Motorradplätze begrenzt sind.
Wer die lange Anfahrt vermeiden will, fliegt und mietet vor Ort ein Motorrad. Sardinien hat Flughäfen bei Cagliari, Olbia und Alghero. Ein Mietmotorrad spart die Fährüberfahrt und den eigenen Verschleiß, bindet die Reise aber an das lokale Angebot und die jeweiligen Übernahmebedingungen des Vermieters.