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Sardinien

Sehenswürdigkeiten auf Sardinien

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Sehenswert

Sehenswürdigkeiten auf Sardinien für Motorradfahrer

Sardinien verbindet lange Etappen an der Küste mit kurzen Abstechern zu Bauwerken, die es so nur hier gibt. Das prägendste sind die Nuraghen – kegelförmige Trockenmauertürme aus der Bronzezeit, von denen über das ganze Land tausende verteilt stehen. Das bekannteste Ensemble ist Su Nuraxi bei Barumini im Landesinneren, ein Komplex aus zentralem Turm und umliegender Siedlung. Su Nuraxi gehört zum UNESCO-Welterbe und lässt sich nur mit Führung besichtigen.

Traumhaftes Sardinien - Ab in den Süden

An der Nordwestküste liegt Alghero mit einer von Stadtmauern und Bastionen umschlossenen Altstadt, engen Gassen und einem Hafen direkt davor. Weiter südlich zieht sich Bosa mit seinen bunt verputzten Häusern am Fluss Temo den Hang hinauf, überragt von der Burgruine oberhalb des Ortes. An der Nordküste sitzt Castelsardo auf einem Felsvorsprung über dem Meer, mit der Burg der Familie Doria im höchsten Punkt.

Ein lohnendes Ziel im Nordwesten ist die Grotta di Nettuno (Neptungrotte) an der Steilküste des Capo Caccia. Der Zugang führt entweder über eine lange, in den Fels gehauene Treppe oder per Ausflugsboot. An der Ostküste ist Cala Gonone der Hauptort am Golfo di Orosei und Ausgangspunkt für die Buchten der Steilküste, von denen ein Teil nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar ist.

Kultur & Sagen

Sagen, Geschichte & Kultur entlang der Route

Die ältere Geschichte der Insel steckt in der Nuragher-Kultur der Bronzezeit. Die Nuraghen dienten als Wohn-, Wehr- und Versammlungsbauten; Metallfiguren aus dieser Zeit, die sogenannten Bronzetti, zeigen Krieger, Hirten und Schiffe und sind heute in den Museen zu sehen. Wer mehrere Nuraghen abfährt, bekommt ein Gefühl dafür, wie dicht die Insel damals besiedelt war.

Gottes Kurvenparadies - Sardinien

Das kulturelle Kernland ist die Barbagia, das gebirgige Innere rund um den Gennargentu. Die Region war lange schwer zugänglich und hat eine eigenständige Hirtenkultur bewahrt – Schafhaltung, Käse und Feste, die sich stark von den touristischen Küstenorten unterscheiden. Der Ort Orgosolo ist für seine Murales bekannt, großflächige Wandbilder mit politischen und sozialen Motiven, die seit den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden sind.

An der Westküste hat Alghero eine katalanische Vergangenheit: Die Stadt wurde im 14. Jahrhundert von der Krone Aragón erobert und neu besiedelt. Ein katalanischer Dialekt (Alguerès) wird bis heute gesprochen, Straßenschilder sind teils zweisprachig. Das erklärt, warum sich Alghero im Ortsbild und in vielen Namen von anderen sardischen Städten abhebt.

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